PRO BAHN Hessen begrüßt Forderung des Deutschen Städtetags für eine Verkehrswende und mehr Mittelbereitstellungen für den Öffentlichen Personennahverkehr mit Position „Nachhaltige Mobilität für alle“

Der PRO BAHN Landesverband Hessen begrüßt ausdrücklich die jüngsten Forderungen des Deutschen Städtetags nach einem grundsätzlichen Umdenken in der Verkehrspolitik Deutschlands. Habe man in den 1980er und 1990er Jahren diverse Hoffnungen gehabt, dass sich eine wirkliche Verkehrswende in Deutschland abzeichnet, so seien die letzten 25 Jahre eine weitgehende Enttäuschung, so die Fahrgastvertreter. Nichts habe sich wirklich getan, dass sich der Verkehrsmix in unserem Land wirklich umkehre. Zwar seien die Beförderungszahlen im Öffentlichen Personennahverkehr im gleichen Zeitraum kontinuierlich gestiegen, jedoch seien die Städte und Ballungsräume aufgrund schwankender Finanzlagen und krasser Altschuldenlasten weiterhin nicht in der Lage, im erforderlichen Umfang den Schienenpersonenverkehr auszubauen und zu entwickeln. Neben dem dringend nötigen Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs komme noch hinzu, dass viele Bestandsanlagen, insbesondere städtische Schienennetze wie die Stadtbahnen der 1960er und 1970er Jahre in den alten Bundesländern einen exorbitanten Sanierungsstau aufweisen, der wenn man nur weiter so träge voranschreite, nicht mehr in den Griff zu bekommen sei.

Gleichzeitig seien auch die Zulassungszahlen für Kraftfahrzeuge in Deutschland durch die Decke gegangen, so dass die Effekte der höheren Fahrgastzahlen hierdurch gegen die Wand gedrückt würden. Die Folgen seien für die künftigen Generationen immer unkalkulierbarer. Dass die Städte und urbanen Kommunalgliederungen nun deutlich machten, dass die Bundesregierung endlich eine Umkehr einläuten müsse, das begrüßt der PRO BAHN Landesverband Hessen sehr. Man bietet hierfür die Zusammenarbeit an, um nicht weitere Bundesregierungen mit ihren Versündigungen gegenüber der Zukunft ertragen zu müssen. Hierbei seien insbesondere die drei jüngsten Bundesverkehrsminister Ramsauer, Dobrindt und Scheuer zu nennen, die allesamt eine Politik mit Ausrichtungen wie vor 50-60 Jahren propagierten, so der PRO BAHN Landesverband Hessen. Der Dank gelte dem Deutschen Städtetag, dass er nun deutlich eine andere Art von Verkehrspolitik einfordert.

Gerade auch in Hessen müsse aber auch mehr in den kommunalen und regionalen Nahverkehr investiert werden. Die Forderungen liegen auf der Hand, dass die Straßenbahnen in Kassel, Darmstadt und Frankfurt dringend ausgebaut und verlängert werden müssen. Ebenso sei in Wiesbaden, Marburg und Gießen umzudenken. Das Bestandsnetz der Deutschen Bahn müsse für den Regionalverkehr deutliche Gleiserweiterungen und Bahnhofsausbauten erfahren. Dazu seien massive Steigerungen von Zuschüssen durch den Bund einzufordern.

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