Der ausscheidende Hess. Minister für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, Florian Rentsch (FDP), hat dieser Tage die Projekte für den Bundesverkehrswegeplan 2015 angemeldet, welche in den nächsten 10-20 Jahren in Hessen realisiert werden sollen. Nicht überrascht zeigt sich der Fahrgastverband PRO BAHN, dass er einseitig auf den Ausbau von Autobahnen und Bundesstraßen setzt. Dennoch kritisieren die Bahnexperten, dass er keine Vorsicht hat walten lassen und damit den Gestaltungsspielraum für seine Nachfolger stark einschränkt. Der geplante Bau von 100 Ortsumgehungen sowie der Ausbau fast aller hessischen Autobahnen um 1-2 Fahrspuren je Fahrtrichtung spreche für sich. Damit könne weder die Energie- noch die Verkehrswende eingeläutet werden. In Bezug auf den Ausbau des Schienennetzes setze Rentsch neben den längst in der Planung befindlichen Schnellfahrstrecken Frankfurt-Mannheim sowie Frankfurt-Fulda nur auf Ausbau im Rhein-Main-Gebiet. Neu in die Diskussion gekommene Maßnahmen sind jedoch auch hier nicht dabei.

Die Autobahn A 45 (Sauerlandlinie) in Mittelhessen nahe Wetzlar. Auch sie soll laut Rentsch zusätzliche Spuren erthalten. Für die Bahn ist in der Region kein Geld vorgesehen.










