Fahrgastverband PRO BAHN fordert Konsequenzen vor Ort aus Bahnunfall der Vogelsbergbahn in Buseck im Landkreis Gießen

Forderung nach neuer Erschließungsstraße und Schließung des Übergangs

Der Bahnübergang Edekastraße in Buseck am Tag nach dem Bahnunfall, der sich am 22.05.2018 ereignete.

Der Bahnübergang Edekastraße in Buseck am Tag nach dem Bahnunfall, der sich am 22.05.2018 ereignete.

Der Fahrgastverband PRO BAHN ist betroffen über den neuerlichen Unfall am Bahnübergang im Industrie- und Gewerbegebiet in Großen-Buseck. Sofort werden die Erinnerungen wach, dass Anfang Juli 2013, also vor fast 5 Jahren ein ähnlicher Unfall passierte.

Der PRO BAHN Regionalverband Mittelhessen und der PRO BAHN Landesverband Hessen drücken den Verletzten ihr Mitgefühl aus und wünschen ihnen alsbaldige Genesung.

Für den Fahrgastverband stellt sich nun die eindringliche Frage, warum ist in all den Jahren nichts Wirksames passiert? Lediglich ein Haltverbot im Verlauf der Edekastraße ist die einzige Maßnahme, welche kurz nach dem letzten Unfall 2013 erfolgte. Der PRO BAHN Regionalverband Mittelhessen hat schon damals gefordert, als kurzfristige Maßnahmen den Bahnübergang Edekastraße besser zu sichern und technisch aufzurüsten. Umgehend muss die Geschwindigkeit der Züge in dem Abschnitt auf 30 km/h heruntergesetzt werden, auch wenn das kurzfristig und für mehrere Jahre Fahrplananpassungen auf der Vogelsbergbahn erforderlich macht.

Des Weiteren war und ist die Forderung des Fahrgastverbandes PRO BAHN, endlich das Industrie-und Gewerbegebiet durch eine neue Erschließungsstraße rund 400 m weiter nördlich an die Umgehungsstraße Großen-Buseck (L3128) anzubinden und den Bahnübergang komplett zu schließen. Angesichts der Tatsache, dass sich nun nach wenigen Jahren ein erneuter schwerer Unfall ereignete, sind die Verantwortungsträger allesamt gefordert, wirksame Maßnahmen zu ergreifen bzw. Planungen einer neuen Anbindung auf den Weg zu bringen.

Hier der Bericht des Fahrgastverbandes PRO BAHN aus dem Jahr 2013:
Fahrgastverband PRO BAHN fordert nach Bahnunfall die Schließung des Bahnübergangs Edekastraße in Buseck

Trümmer Bahnübergang Großen-Buseck

früheres Unglück im Jahr 2013 – Die Trümmer der Technik am Bahnübergang Edekastraße im Ortsteil Großen-Buseck der Gemeinde Buseck im Landkreis Gießen.

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2 Antworten auf Fahrgastverband PRO BAHN fordert Konsequenzen vor Ort aus Bahnunfall der Vogelsbergbahn in Buseck im Landkreis Gießen

  1. Eckehard Lüdke sagt:

    Warum denn gleich eine unglaublich aufwendige Schließung und Unterführung und was da sonst alles im Raum steht ?? Die Idee mit den Sensoren, die angeben, ob der Schienenbereich frei ist, ist doch sehr gut. In Verbindung mit Vollschranken und einer integrierten PZB, die im Falle einer Gleisblockade den Zug vor dem Übergang zangsbremst – so etwas müßte doch technisch machbar und deutlich günstiger sein als maßlose Bautätigkeiten. Dieses Modell könnte man bundesweit etablieren, um gleichartige Übergänge, die es zahllos gibt, deutlich sicherer zu machen – bei erheblich geringeren Kosten. Ich würde mich über eine Stellungnahme sehr freuen!
    Eckehard Lüdke, Kevelaer (Ndrh), früher Lich

    • Admin 3 sagt:

      Mir ist nicht bekannt das solche Sensoren existieren die zuverlässig überprüfen konnen ob ein LKW steht über die Schienen am Bahnübergang. Wir sind beraten, dass hier ein Bahnübergang mit Vollschranken geht nicht. Dieser Straße zu diesem Industriegebiet war dafür nicht gedacht und ist ungeeignet für so viele Verkehr, die immer wieder dort im Stau steht.

      Meinen Sie wir werden die Verletzten ein Verdienst tun, wenn wir keine neue Zugangsstraße fordern. 2 schwere Ünfälle inerhalb von 5 Jahren sind zu viel.
      John Grimmette

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