PRO BAHN Hessen begrüßt die Vergabe der SPNV-Leistung in der Wetterau an die Hessische Landesbahn

Lumdatalbahn und verlängerte Horlofftalbahn sind mit in dem Gesamtbündel vorgesehen

Ein Triebwagen der aktuellen Baureihe LiNT41 in der aktuellen Baureihe im Bahnhof von Beienheim, ein Personenzug, wie er im neueren Modell von 2022-2032 in der Wetterau und später auch auf der reaktivierten Horlofftalbahn und Lumdatalbahn fahren soll.

Der PRO BAHN Landesverband Hessen und der PRO BAHN Regionalverband Mittelhessen begrüßen die Entscheidung übe die Schienenpersonennahverkehrsleistung (SPNV) mit dem Titel Wetterau West/Ost. Es wurde Zeit, dass in dem zentralen Bereich der Wetterau aber auch im südlichen Landkreis Gießen Gewissheit darüber besteht, dass nunmehr für die nächsten Jahre der Nahverkehrszug weiterhin durch ein anerkanntes Verkehrsunternehmen erbracht werden kann.

PRO BAHN begrüßt die Hessische Landesbahn (HLB), dass sie in ihrem Kerngebiet, ihrer Heimat, weiterhin den Schienennahverkehr im Auftrag des Rhein-Main-Verkehrsverbundes betreiben darf. Der Fahrgastverband wünscht der HLB für ihre bevorstehende neue Aufgabe viel Erfolg. Wir freuen uns, dass das Wetteraunetz in bewährten Händen bleibt.

Es handelt sich konkret um die Linien:

RB 46 Gießen-Hungen-Nidda-Gelnhausen
RB 47 Friedberg-Beienheim-Wölfersheim(-Hungen)
RB 48 Friedberg-Beienheim-Nidda
sowie die in der Reaktivierungsprüfung befindliche
Lumdatalbahn Lollar-Rabenau/Londorf.

Dass in der Vergangenheit Züge ausgefallen sind, kann man nicht der HLB direkt bzw. alleine anlasten. Es liegt an der allgemeinen Personalsituation aber auch an ungenügenden Ausschreibungen seitens des Aufgabenträgers RMV in Vertretung des Landes Hessen sowie an den über eine sehr lange Zeit in Betrieb befindlichen alten Nahverkehrstriebwagen, welche zuletzt immer störanfälliger geworden sind.

Für den Fahrgastverband PRO BAHN ist es wichtig, dass die nun zu beschaffenden neuen 30 Nahverkehrstriebwagen so technisch flexibel sind, dass spätere Hinzukäufe im Sinne einer Verkehrswende uneingeschränkt miteinander einsetzbar sind. Der politische Wille ist gerade auf der kommunalen Ebene da, im betroffenen Netz eine schrittweise Fahrplanausweitung zu erreichen. In der Vergangenheit gab es hin und wieder technische Schwierigkeiten. Dass nun Dieseltriebwagen angeschafft werden ist ein Stück weit bedauerlich, denn gerade auf diesen eingleisigen Strecken hätte man durchaus andere Antriebsarten wie Wasserstoffzüge einsetzen können. Diese kommen nun auf Strecken zum Einsatz, für welche eine Elektrifizierung sinnvoller gewesen wäre.

Dass das Linienbündel Wetterau Ost/West nun vergeben ist, das ist im Sinne des Fahrgastes sehr gut. Der Rhein-Main-Verkehrsverbund wird jedoch aufgefordert, nun anstehende Linienbündel im SPNV, insbesondere im Raum Mittelhessen, nicht zu vorschnell zu vergeben. Sollte hier eine Ausschreibung und Vergabe auf der Bestandsbasis erfolgen, wäre dies ein gesellschaftlicher Sündenfall als konfrontativer Gegensatz zu einem Ausbau des Schienennahverkehrs im Sinne einer wirksamen Verkehrswende. Sollte dies dennoch weiterverfolgt werden, muss ein deutlicher Widerstand in der Breite der Bevölkerung organisiert werden, weil dies zu Lasten zukünftiger Generationen ginge.

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