PRO BAHN Hessen fordert Besonnenheit in der Krise, auch in Sachen Mobilität

Anpassungen im ÖPNV dürfen keine größere Schwächung für den öffentlichen Verkehrsbedarf bewirken, als dass es das Mobilitätsbedürfnis in nächster Zeit erforderlich macht.

Wir fordern Besonnenheit in Zeiten der Krise, auch in Sachen Mobilität, so der PRO BAHN Landesverband Hessen. Man reagiert auf die Ankündigung der Deutschen Bahn, wohl in Abstimmung mit den Verkehrs-verbünden und anderen zuständigen Stellen der Bundesländer, schrittweise im Schienen-personennahverkehr Fahrplanredu-zierungen vornehmen zu wollen.

2020-03-17 Pressemitteilung des Bundesverbandes – ÖPNV trotz Corona beibehalten.

Diese Entscheidung dürfe nicht auf wirtschaftlicher Basis beruhen, sondern allein auf der Notwendigkeit, wieviel Infrastruktur im Sinne der Aufrechterhaltung von anderer Daseinsvorsorge, zur Erreichbarkeit der Arbeitsplätze notwendig ist. Deswegen müsse dieser Schritt alleine von staatlicher Stelle veranlasst werden.

Tagesaktuell (Montag, 16.03. und Dienstag, 17.03.) müssen insbesondere in die Ballungszentren noch Millionen von Menschen einreisen, da sie auch weiterhin noch zu ihren Arbeitsplätzen gelangen müssen. Daher darf von jetzt auf gleich kein radikaler Schritt greifen. Die Schienenverkehrsleistung muss sich an dem Bedarf ausrichten, welcher im Anbetracht der Pandemie durchaus in den Folgetagen schwächer werden dürfte. Sollte dies zutreffen, weil mehr und mehr Bereiche nicht arbeiten, dann kann auch sukzessive der Regionalzug- und der Fernzugverkehr aber auch der städtische Nahverkehr reduziert werden.

Eine Grundversorgung muss jedoch bestehen bleiben. Es darf keinesfalls die Situation entstehen, dass man sich durch deutliche Fahrplaneinschränkungen in den verbliebenen Zügen drängeln muss, Menschen nicht zum Arbeitsplatz, zum Supermarkt oder der Apotheke gelangen. Es bedarf einer gut verständlichen, frühzeitlichen und am besten einheitlichen Fahrgastinformation.

Schwierige Zeiten sind in der Welt und da müssen alle Schritte auch bei der Mobilität gut überlegt sein, eben besonnenes Handeln. Keine neuen Schwierigkeiten entstehen lassen, wir brauchen jetzt keine volleren Züge und Busse, weil zuviele Fahrten wegfallen, so der PRO BAHN Landesverband Hessen.

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