U2 von Gonzenheim bis Bad Homburg Bahnhof – Bürger mit großer Mehrheit für U-Bahn-Verlängerung

Der Busbahnhof mit dem historischen Bahnhofsgebäude von Bad Homburg.

Der Busbahnhof mit dem historischen Bahnhofsgebäude von Bad Homburg.

In Bad Homburg v.d.H. votierten die Bürger am Tag der Landtagswahl mit überwältigender Mehrheit für eine Verlängerung der VGF-Stadtbahnlinie U2 von Gonzenheim zum Bahnhof. Für den Ausbau der rund 1,5 Kilometer langen Strecke stimmten 15.711 Wähler, das entspricht 70,7 Prozent aller, die an dem Bürgerentscheid teilnahmen. Das Quorum, also die notwendige Mindeststimmzahl, wurde damit glatt erreicht. Die Fahrgastlobby Hochtaunus und der Fahrgastverband PRO BAHN haben sich im Vorfeld der Entscheidung immer wieder für die jahrzehntelang geplante Realisierung dieses Lückenschlusses mit stichhaltigen Argumenten eingesetzt.

Eine unbedeutende, aber lautstark agierende Anzahl von Kritikern, die teilweise nicht einmal das Mandat ihrer Gruppierung hatte und sich dem Anschein nach – wie so oft – nur persönlich profilieren wollte, hatte im Vorfeld versucht, teilweise sogar mit unlauteren Mitteln Stimmung gegen das Projekt zu machen. So malten sie das Gespenst einer höheren Lärmbelastung an die Wand, obwohl genau das Gegenteil eintreten dürfte, da die Wendeanlage der jetzigen Endstation Gonzenheim zukünftig entfallen wird und die VGF als Bauträger zugesichert hat, den Lärmschutz nach dem Stand der Technik zu installieren.

So ist verwunderlich, dass der Stadtteil Gonzenheim, der seit Jahrzehnten bereits von dem Anschluss an das Frankfurter U-Bahn-Netz profitiert, den Partikularinteressen auf den Leim gegangen ist und im Schnitt der beiden dortigen Wahlbezirke sich – wohl auch aus egoistischer Sicht – mit rund 60 Prozent gegen die Verlängerung der U 2 ausgesprochen hat. Die Mehrheit der mündigen Bad Homburger Bürger hat aber die Zeichen der Zeit erkannt und dem sicherlich nicht gerade preiswertem Projekt Grünes Licht gegeben.

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