
Eröffnung des Bahnhofs Wetzlar, im Hintergrund das Dach über dem Gleisdurchgang. Von links: H. Semler (Baustadtrat Wetzlar), H.J. Irmer (Landtagsabgeordneter), K.P. Güttler (Geschäftsführer Rhein-Main-Verkehrsverbund), F. Rentsch (Verkehrsminister Hessen), W. Dette (Oberbürgermeister Wetzlar), M. Öztürk (Landtagsabgeordnete),
S. Kosinsky (Deutsche Bahn), M. Büger (MdL), U. Volk (Stadtverordnetenvorsteher Wetzlar), M. Wagner (Bürgermeister Wetzlar), N. Kortlüke (Umweltstadtrat Wetzlar), M. A. Roll (Planungsbüro), Foto T. Kraft
PRO BAHN hält den Umbau des Wetzlarer Bahnhofs für das aktuelle Personenzugaufkommen für gelungen, der Landesvorsitzende PRO BAHN Hessen, sagten Thomas Kraft und Landesvorstandsmitglied Werner Filzinger am Rande der Feierlichkeiten zur Eröffnung des neuen Bahnhofs gegenüber Vertretern des Hessischen Rundfunks und der Lokalpresse. Die optische Gestaltung ist ansprechend, notwendige Einrichtungen wie Fahrkartenautomaten, Fahrradabstellplätze, Fahrplanaushänge und kurze Wege zum neu gestalteten Busbahnhof haben Wetzlar im Ranking unter den Bahnhöfen stark nach oben gestiegen. Besonders zu begrüßen ist das neue Angebot eines Kiosk. Viele Jahre lang gab es keine direkte Einkaufsmöglichkeit für den schnellen Einkauf, z.B. ein belegtes Brötchen für die Zugfahrt.
Der Bahnhof Wetzlar ist jedoch nur für das aktuelle Aufkommen ausgelegt. Sehr bedauerlich ist, dass die Fläche der früheren Gleise 1 und 2 zum großen Teil für den Busbahnhof zum Opfer gefallen sind. Das bedeutet, dass gerade auf der Lahntalbahn keine weitreichende Fahrplanaufstockung mehr möglich sein wird. Züge können nicht mehr über eine längere Zeit bereitgestellt werden, da es sich nur noch um Durchgangsgleise handelt. Auch wenn man bei dem bisherigen Fahrplanangebot die Gleise 1 und 2 nicht braucht, so wäre es dringend geboten gewesen, entsprechende Freiflächen zu belassen, so dass ein künftiger Kapazitätsausbau des Bahnhofs Wetzlar noch möglich wäre. Wetzlar hat im Moment keinen Fernverkehr. Wenn Intercity z.B. über Wetzlar nach Nordrhein-Westfalen, kann es schnell zu Kapazitäten mit dem Schienennahverkehr kommen, denen in Wetzlar nicht mehr Rechnung getragen werden kann. Weiterlesen →