
Rund sieben Wochen nach der schrecklichen Tat, als ein achtjähriger Junge im Frankfurter Hauptbahnhof vor einen einfahrenden ICE-Zug geschubst wurde, hat Bundesinnenminister Seehofer zum Krisengespräch geladen. Mehr Sicherheitspersonal und Videoüberwachung soll die Sicherheit der Fahrgäste an Bahnsteigen verbessern.
Thomas Kraft, Landesvorsitzender des PRO BAHN Landesverbandes Hessen, hat damals unmittelbar den Medien gegenüber gesagt, dass ein kompletter Schutz für Fahrgäste nicht möglich ist.
Die von vielen geforderten Schutzgitter oder mobilen Wände an Bahnsteigkanten sind aus mehreren Gründen unter einem vorstellbaren Finanzrahmen in den klassischen Bahnhöfen und Bahnhaltepunkten nicht umsetzbar. Lediglich in einem geschlossenen Liniennetz überschaubarer Größe, z.B. innerhalb einer Großstadt, wo ein und derselbe Zug fährt, könnte überhaupt solch ein Bahnsteigschutz realisiert werden. Sowohl in den großen Hauptbahnhöfen als auch bei den Unterwegsstationen ist es aufgrund der Vielzahl unterschiedlicher Züge und der unterschiedlichen baulichen Gegebenheiten an Bahnsteigen nicht möglich, so etwas zu realisieren. Umso mehr ist es sehr bedauerlich, dass in den Internetforen ein anderer Eindruck massenhaft suggeriert wurde. Weiterlesen →