PRO BAHN Hessen unternimmt neuen Vorstoß zum Baustellenverkehr im Verlauf der IC(E)-Linie 26 (Stralsund-Rostock-/Westerland-/Hamburg-Hannover-Göttingen-Kassel-Marburg-Gießen-Frankfurt(Main)-Darmstadt-Heidelberg-Karlsruhe)

Der erste fahrplanmäßige ICE der Linie 26 am 09.12.2018 im Bahnhof von Gießen auf Gleis 2. Foto: R. Bayer

Der erste fahrplanmäßige ICE der Linie 26 am 09.12.2018 im Bahnhof von Gießen auf Gleis 2.
Foto: R. Bayer

Die PRO BAHN-Regionalverbände Süd-Niedersachsen, Nordhessen und Mittelhessen haben ihren Unmut bezüglich der streckenweisen, teils monatelangen Streichung im Fahrplan der der DB-Fernzuglinie 26 bereits kundgetan. Nun ist auch der PRO BAHN Landesverband Hessen dahingehend tätig geworden und fordert im Wesentlichen zwei Änderungen zum bislang vorgesehenen Baustellenkonzept:

a) Mindestens drei Zugpaare müssen es täglich, besser noch der gesamte zweistündige Fernzugverkehr der IC(E)-Linie 26 bleibt erhalten und wird nicht im Streckenabschnitt zwischen Hannover und Kassel komplett eingestellt. Trotz der Stilllegung der Schnellfahrstrecke im Abschnitt Göttingen-Hannover (2019) und Kassel-Göttingen (2020) kann nicht ein komplettes Zugangebot zum Opfer fallen.

Nach dem bislang vorgesehenen Fahrplan enden alle Züge der Main-Weser-Bahn, ob Fern- oder Nahverkehr in Kassel. Dann muss dort in jedem Fall umgestiegen werden. Gerade mobilitätseingeschränkte Menschen schätzen aber die durchgängigen Verbindungen von Mittelhessen nach Norddeutschland, z.B. Hannover. Weite Teile Hessen werden/würden damit vom wirklichen Fernverkehr abgehängt. Auch die Region Süd-Niedersachsen leidet massiv unter den Einschränkungen. Durch den Wegfall der ICE-Linie 13 (Frankfurt Flughafen-Fulda-Kassel-Göttingen-Braunschweig-Berlin) kann nicht die IC(E)-Linie 26 auch noch wegfallen. Der große Bedarf in der Relation Göttingen-Frankfurt kann so nicht gedeckt werden.

b) Im Rahmen des viergleisigen Ausbaus der Main-Weser-Bahn zwischen Frankfurt am Main und Friedberg darf nicht der komplette DB-Fernverkehr der Linie 26 vom gesamten Streckenabschnitt der Main-Weser-Bahn mit den Halten in Friedberg, Gießen, Marburg, Stadtallendorf, Treysa und Wabern über Wochen und Monate ersatzlos aus dem Fahrplan herausgenommen werden. Die Fernzüge müssen anstelle Frankfurt (Main) Hbf. über Frankfurt-Süd und Hanau nach Friedberg geführt werden und umgekehrt.

Mit dem Vorstoß hofft der Fahrgastverband PRO BAHN auf die entsprechende Wirkung bei den Verantwortlichen von DB Fernverkehr. Neben dem Schreiben an die DB sind auch entsprechende Briefe an die Bürgermeister/Oberbürgermeister mit Fernzughalt entlang der Main-Weser-Bahn gegangen.

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