PRO BAHN Mittelhessen fordert neue und größere Züge sowie besseren Fahrplan zwischen Mittelhessen und Frankfurt bzw. Kassel sowie Siegen/Köln ab 2023/2025

Ein Twindexx-Doppelstock-Zug von Bombardier.

Ein Twindexx-Doppelstock-Zug von Bombardier.

Der PRO BAHN Regionalverband Mittelhessen hat am 11.11.2019 eine Pressemitteilung mit deutlichen Forderungen herausgegeben, worin die Leistung der geplanten Ausschreibung des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) kritisiert wird.

Aktuell laufen die Vorbereitungen für die europaweiten Neuausschreibungen der großen Schienennahverkehrsleistungen in Mittelhessen, dies leider unter sehr geringer öffentlicher Wahrnehmung. Unter Federführung des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) ist geplant, in den nächsten Jahrzehnten mit gleichem Zugmaterial wie bislang, auf der Main-Weser-Bahn (Frankfurt-Friedberg-Gießen-Marburg-Kassel) sowie der abzweigenden Dillstrecke (GießenWetzlar-Dillenburg-Siegen) die Schienennahverkehrsleistung anzubieten. Der PRO BAHN Regionalverband Mittelhessen spricht sich deutlich gegen ein „Weiter so“ aus.

Um dies zu untermauern, hat PRO BAHN Mittelhessen ein Gesamtkonzept als Alternative zum schlechten RMV-Vorhaben erarbeitet. PRO BAHN sieht in seinem Konzept dann wirklich die Bedürfnisse der Verkehrsveränderungen bis zum Jahr 2040 und darüber hinaus abgebildet. Kritik übt PRO BAHN insbesondere, dass auf den unter Fahrdraht befindlichen Bahnstrecken weiterhin die viel zu kleinen Nahverkehrstriebwagen der Baureihen „Stadler Flirt“ und „Bombardier Talent 2“ fahren sollen. Sowohl der Verkehr zwischen den Sonderstatusstädten Gießen, Marburg und Wetzlar als auch der starke Pendlerverkehr in das Rhein-Main-Gebiet zeigen auf, dass die Züge seit Jahren völlig überfüllt sind. Dies gilt auch immer mehr für den Freizeitverkehr. Wenn nun auch noch die von Politik und Gesellschaft eingeforderten deutlichen Erhöhungen der Fahrgastzahlen im Rahmen der Verkehrswende greifen sollen, dann müssen größere Platzkapazitäten in den Zügen geschaffen werden.

Der PRO BAHN Regionalverband Mittelhessen fordert daher die komplette Umstellung der Linien der Main-Weser-Bahn und der Dillstrecke auf Doppelstockzüge ohne Lok, welche z.B. als Modell „Twindexx“ von Bombardier hergestellt werden. Die deutliche Kritik richtet sich an den RMV, welcher im Auftrag des Landes Hessen ohne Transparenz im Hinterstübchen die Neuausschreibung für die Zeit ab 2023 bzw. 2025 für die dann folgenden 12-15 Jahre vorbereitet. Hier soll mit den heutigen Triebwagen noch bis 2040 weitergefahren werden. Regionalsprecher Thomas Kraft bezeichnet dies als grobe gesellschaftspolitische Sünde. PRO BAHN fordert die Mitglieder des RMV-Aufsichtsrats auf, das Handeln der RMV-Abteilungen schnellstens zu stoppen und einen neuen transparenten Prozess zu starten.

Der mittelhessische Regionalverband des Fahrgastverbandes PRO BAHN hat ein 40-seitiges Konzept ausgearbeitet. Dieses wird ergänzt durch einen Gesamtfahrplan des Regionalverkehrs zwischen Frankfurt, Kassel und Siegen. Neben den Fahrzeugen sind folgende Schwerpunkte im Fahrplan zu nennen: Generelle Einführung eines 60-Minuten-Takts mit Doppelstockzügen als RegionalExpress (RE) zwischen Kassel und Frankfurt sowie zwischen Siegen und Frankfurt, welche stets in Gießen gekoppelt und geflügelt werden.

Dieses Angebot muss durch das seitherige Konzept des Mittelhessen-Express (MHE) in veränderter Form ergänzt werden.

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1 Antwort zu PRO BAHN Mittelhessen fordert neue und größere Züge sowie besseren Fahrplan zwischen Mittelhessen und Frankfurt bzw. Kassel sowie Siegen/Köln ab 2023/2025

  1. Jan Christoph Gail sagt:

    Vielen Dank für die Initiative. Das ist dringend notwendig. Der Anschluss in Siegen auf die HLB nach Frankfurt bzw Gießen klappt fast nie. Der Rhein Sieg Express ist in der Regel 6 Minuten zu spät in Siegen und sie HLB dann fast immer weg. Es braucht wieder einen durchgehende RE Linie. Meinetwegen auch 10 Minuten Umsteigezeit in Siegen in beide Richtungen.

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